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Geh nicht wählen

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Anmerkungen zum Film ... [hier >>]

Kleinstes Übel wählen | Protestwahl | Ungültiger Stimmzettel | nicht wählen

Gehe nur wählen, wenn Du von der Partei, die Du wählen wirst wirklich weißt, dass sie die richtige ist!

Wann weiß ich, dass es die richtige Partei für mich ist?

Wenn Du deren Parteiprogramm wirklich kennst*, es verstanden hast, damit einverstanden bist und glaubst, dass es auch umgesetzt wird. (*Gemeint ist nicht, was die Medien verbreiten)
Du weißt es nicht dadurch, dass Du eine bestimmte Partei schon immer wählst.
Parteien ändern sich und deren Programme auch.
Genauso wenig weißt Du es, weil ein Kandidat überzeugend spricht oder sympathisch wirkt.


Was mache ich, wenn keine Partei für mich die richtige ist?

a) Ich wähle das kleinste Übel
b) Ich mache eine Protestwahl und wähle eine Partei, die den etablierten Parteien schadet
c) Ich mache meinen Wahlzettel ungültig
d) Ich gehe nicht wählen

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a) Ich wähle das kleinste Übel

Die häufigsten Gründe dies zu tun:

Antworten hierauf:

Wer das kleinste Übel wählt sorgt dafür, dass:

 

b) Ich mache eine Protestwahl

Die häufigsten Gründe dies zu tun:

Antworten hierauf:

Wer eine Protestwahl macht:

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c) Ich mache meinen Wahlzettel ungültig

Die häufigsten Gründe dies zu tun:

Antworten hierauf:

Wenn Du Deinen Wahlzettel ungültig machst:

Für die Sitzverteilung als auch für die Prozentangaben im Wahlergebnis zählen stets nur die
gültig abgegebenen Stimmen.
Die Ergebnisse beziehen sich nicht auf die Anzahl der zur Wahl Gegangenen.
Du unterstützt über die Wahlbeteiligung die gefühlte Legitimation der Gewählten,
ansonsten bist Du ein Nichtwähler. (Siehe d) Nicht wählen.)
Da die Wahlbeteiligung häufig als Gradmesser für die Zufriedenheit der Bürger mit dem
politischen System angesehen wird, bewirkst Du das genaue Gegenteil von Deiner Absicht.

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d) Ich gehe nicht wählen

Die häufigsten Gründe dies zu tun:

Antworten hierauf:

Die Behauptung, dass Nicht-Wähler radikale Randparteien unterstützen ist falsch:
Von der Nichtwahl profitieren rechnerisch gesehen alle gewählten Parteien, und zwar proportional zu ihrem Stimmenanteil.

Wenn Du nicht wählen gehst:

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Anmerkung:

"Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wähle, wähle extrem – von der Nichtwahl profitieren rechnerisch gesehen alle Parteien, die man nicht gewählt hätte, und zwar proportional zu ihrem Stimmenanteil.
Wenn beispielsweise ein SPD-Wähler einmal nicht wählt, dann dürfte davon am meisten die CDU profitieren, und umgekehrt. Am stärksten schadet man natürlich der Partei, die man gewählt hätte, wäre man zur Wahl gegangen. Hinsichtlich der kleinen Parteien – und damit auch der extremen – gibt es noch den Zusatzeffekt, dass man durch Wahlenthaltung die Fünfprozenthürde ein Stück weit absinken lässt, so dass sie leichter zu überspringen ist. Dieser Effekt ist aber vergleichsweise gering."

(Quelle: http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html 4. Absatz)

 

 

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Tatsächliche Stimmenverteilung Bundestagswahl 2009

Wahlstatistik 2009

(Ungültig gemachte Stimmenzettel werden nicht gesondert ausgewiesen.)

Seltenes Beispiel: Schleswig-Holstein-Wahlen 2012

 

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Nicht Wählen versus ungültig machen

Wahlstatistik ungültig

Angenommen 5% machen den Wahlzettel ungültig.
Abends in den Nachrichten:
"Wir hatten eine Wahlbeteiligung von 80 %.
35% haben Partei 1 gewählt."

Angenommen diese 5% gehen nicht zur Wahl:
Abends in den Nachrichten:
"Wir hatten eine Wahlbeteiligung von 75 %.
35% haben Partei 1 gewählt."

Für uns sieht der zweite Abend sehr viel realistischer aus.
Wer, der so eine Nachricht hört, weiß schon, dass sich die 35% die Partei 1 gewählt haben
NUR auf die gültig abgegebnen Stimmen beziehen?
Es hört sich doch so an, als hätten von allen, die zur Wahl gegangen sind,
35% Partei 1 gewählt, oder?

 

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Ein kleines Rechenbeispiel

Wahlstatistik 2009

 

Anmerkungen zum Film

Wenn keiner mehr wählen würde ...

... wäre das Wahlergebnis ein anderes?

Angenommen nur noch die Mitglieder von Parteien würden zur Wahl gehen, wäre die

CDU mit 41,40 %
SPD mit 40,61 %
Die Linke mit 6,15 %
und die FDP mit 5,70 %

im Bundestag vertreten. (zur Grafik)
1.252.153 Bürger würden zur Wahl gehen. Wahlberechtigt sind 62,2 Mio Bürger.
Somit hätten wir eine Wahlbeteiligung von 2,029 %.
Eine Mindest-Wahl-Beteiligung, die erreicht werden muss, gibt es nicht.

Aber: Könnten sich die Politiker ihre Bürgerverdrossenheit dann weithin leisten?

Die Anzahl der Mitglieder haben wir Wikipedia entnommen.

 

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Wenn ich wähle, bestimme ich mit.

Beispiel 1: Bundestagswahl 2005:
Vor der Wahl:
Die SPD will die Reichensteuer und einen höheren Spitzensteuersatz. Die CDU will zwei Prozent Mehrwertsteuer-Erhöhung. Dafür sollen die Lohnnebenkosten gesenkt und die Steuerfreibeträge erhöht werden.

Nach der Wahl 2005:
Der Kompromiss aus zwei Prozent für die Union und null Prozent für die SPD heißt: Drei Prozent für alle! Die Mehrwertsteuer steigt auf 19 Prozent.

Beispiel 2: Hamburg, Bürgerschaftswahl 2008:
Die GAL wirbt: Keine Elbvertiefung. Kein Kohlekraftwerk.
Die GAL ist gewählt: Die Elbe wird vertieft. Das Kraftwerk wird gebaut.

Ich wollte mitbestimmen - ich habe gewählt!

 

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Nur wer gewählt hat, darf meckern.

100 Tage nach der Bundestagswahl 2009:
Weniger als 50% der Wähler, die im September FDP gewählt haben, würden das jetzt wieder tun.
Siehe ZDF-Politbarometer
100 Tage schwarz-gelb (Film, 30 min)

Und hätten sie nicht gewählt, hätten sie dennoch das Recht zu meckern. Auch sie sind Teil der Gesellschaft.

 

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Man muss ja nicht die Bekloppten wählen.

Wenn wir eine Demokratie haben, ist eine Anschuldigung, jemand wähle die Bekloppten total bekloppt.

Wer die Bekloppten sind und wer nicht, das entscheidet der Wähler selbst.

Wie gesagt: Alle zur Wahl stehenden Parteien sind demokratisch legitimiert.

 

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Nichtwähler wählen indirekt böse Parteien.

Ein Vorurteil, dass sich hartneckig hält.

Im Gegenteil - wer nicht wählt, wählt die Großen.
http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html
4. Absatz

 

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Fernsehsender kann man auch wählen ...

... wie den Superstar oder den Pizzabelag.

Eine Regierung zu wählen, ist damit nicht vergleichbar.

 

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Man interessiert sich ...

Wen bitte soll derjenige wählen, der sich für die Finanzkrise interessiert?

Wir kennen jemanden, der interessiert sich für Fußball.

 

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Steuergelder bezahlen Gärtner ...

Der Staat verscherbelt das Volkseigentum. Vom Krankenhaus über die Wasserversorgung bis zur Müllabfuhr.
Alles muss raus - Zeit online, Peter Schmid, 25.6.2006

Was mit Deinen Steuergeldern passiert?
Rettungspaket für Banken 500.000.000.000 €

 

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Wenn ich wähle, bleibe ich frei ...

Was ist RFID ?

Wer hat mitbekommen, dass RFID eine beschlossene Sache ist? Wurde dieses Thema öffentlich diskutiert?

Unsere Freiheit ist in Gefahr - Wahlen ändern daran nichts.

Der Staat behandelt Dich präventiv als "Gefährder".
Rette Deine Freiheit !

 

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Is voll behindert

Die Politik wird nicht weniger korrupt, weil ich wählen gehe.

Eher im Gegenteil - sie fühlt sich in ihrem Handeln auf Grund der gehobenen Wahlbeteiligung bestätigt.

 

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Es ist eine Frechheit, dass ...

... uns vorgeworfen wird wir seien unpolitisch.

Genau das macht der Originalfilm (ab 0:54):
Es wird den Bürgern suggeriert, dass sie unpolitisch seien, wenn sich nicht zur Wahl gingen.

Mehr noch: Die Nichtwähler sind schuld, wenn sich nichts ändert ...

 

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Ganz direkt in das Geschehen einbringen

Welchem Irrglauben sitzt Frau Mutter auf?

"Ich habe gewählt, bin meiner Bürgerpflicht nachgekommen. Also brauche ich mich dann vier Jahre nicht mehr zu kümmern."
So leicht lässt sich Verantwortung abgegeben.

Sich ganz direkt einbringen sieht anders aus.

 

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Weil es Scheiße ist, nicht zu wählen.

Eine ganz tolle Anwort einer "Journalistin" auf die Frage, warum sie wählen geht.

Leider eine auch von den Medien sehr verbreitete "Argumentation".

 
 

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Größtes Problem: Geheimes Wahlrecht ...

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Frau Merkel sagt es selbst: Man kann sich nicht drauf verlassen ...

Über Kritik und Anregungen würden wir uns sehr (!) freuen! (mail (at) pokobi.de)